Als Nachfolger eines 2003 beschafften Vorgängers steht dem Deisenhofener Roten Kreuz seit April 2025 ein Mehrzweckfahrzeug auf der Basis eines Mercedes Sprinter 317 CDI mit bedarfsgerechter Zusatzausstattung zur Verfügung. Der Schwerpunkt bei der Planung des Fahrzeugs lag auf der Sicherheit unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen und maximaler Flexibilität für die Rotkreuzaufgaben.
Besonders hervorzuheben sind dabei das finanzielle Engagement der Gemeinde Oberhaching sowie der Kolpingsfamilie Oberhaching, der Stiftung der Kreissparkasse für den Landkreis München und der Wählergemeinschaft Oberhaching. Auch zahlreiche private Spender*innen haben dazu beigetragen, unser neues Fahrzeug möglich zu machen. Hierfür bedanken wir uns von ganzem Herzen.
Unser Fahrzeug ist kein Rettungs- oder Krankenwagen, auch wenn man das Auto wegen der Sonderlackierung von außen damit verwechseln könnte. Im Inneren finden bis zu neun Personen Platz, bei Reduzierung der Sitze kann alternativ eine Fahrtrage oder bis zu zwei Fahrgäste mit Rollstühl an Bord genommen werden. Schränke bieten Platz für Material, Tragen und Notfallrucksäcke. So kann das Fahrzeug bei Sanitätsdiensten als mobile Wache eingesetzt werden.
Seit Juli 2011 steht in Deisenhofen ein Mannschaftstransportwagen auf der Basis eines Mercedes-Benz Sprinter 316 CDI. Das Fahrzeug finanzierte der Freistaat Bayern für Aufgaben des Katastrophenschutzes.
Im Betreuungsdienst dient das Fahrzeug dem Transport von bis zu neun Personen. Zudem verfügt es über einen Besprechungstisch, diverse Funkgeräte und eine Basisausstattung zum Einrichten und Betreiben einer Notunterkunft. Die integrierte Lautsprecheranlage ermöglicht es uns zudem, Betroffene zu informieren oder vor Gefahren zu warnen. Natürlich ist auch ein Notfallrucksack an Bord, um für medizinische Notfälle gerüstet zu sein.
Der Geräteanhänger Betreuung (GA BtD) gehört zum Mannschaftstransportwagen und beinhaltet das Material, das zur Erstbetreuung von bis zu 200 Unverletzten notwendig ist.
Der zwei Tonnen schwere Anhänger verfügt über eine Doppelachse und führt das Einsatzmaterial in stabilen Aluminiumkisten mit. Vom Kochtopf über Mehrweggeschirr, Hockerkocher, Beleuchtung, Regenschutz und Stromerzeuger ist alles an Bord.
Der Anhänger wurde in Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen und dem Innenministerium konzipiert und vom Freistaat Bayern beschafft und finanziert.
Im Jahr 2025 wurde unser altgedienter Feldkochherd durch eine hochmoderne Modulfeldküche ersetzt. Durch den Offroad-Fähigen Anhänger können wir die Feldküche, zusammen mit unserem Betreuungs-LKW als funktionale Einheit auch durch schwergängiges Terrain sicher an den Einsatzort bringen.
Innerhalb von nur 30 Minuten ist die Feldküche vollständig betreibsbereit. Pro Kochvorgang können wir damit bis zu 600 hilfsbedürftige Personen mit einer warmen Mahlzeit versorgen. Die Feldküche wird mit Diesel betrieben. Das Küchenteam besteht aus einem Feldkoch, drei Helfern wie auch einem Truppführer.
Der Aufbau der Küche, des Küchenzeltes sowie der notwendigen Wasserversorgung erfolgt durch weitere Helferinnen und Helfer des Betreuungsdienstes. Aufbau und Betrieb erfordern allerdings viel Übung und einigen zeitlichen Vorlauf.